Welcher Züchter kennt es denn nicht? Man geht auf Shows um seine Zuchttiere zu präsentieren, jedoch hat das Zuchttier eine unschöne Narbe. Warum ich das so erwähne? Nun, Zuchttiere mit unschönen Narben haben eine geringere Chance einen Preis zu gewinnen als Tiere ohne Schönheitsfehler. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass diese nicht durch eine OP verschuldet wurde. Gezüchtet werden kann mit diesem Tier selbstverständlich noch aber, für die Welpen lassen sich nicht dieselben Preise erzielen wie bei Welpen mit preisgekrönten Eltern.

Was ist eigentlich eine Narbe? Eine Narbe ist eine Stelle, an der fibröses Gewebe die beschädigte Dermis oder Subcutis ersetzt hat. Sie ist am Ende des Wundheilungsprozesses erkennbar. Es lassen sich dabei die verschiedenen Phasen der Wundheilung differenzieren:

  • Reinigung der Wunde – aus der Wunde tritt Sekret zur Reinigung der Wunde aus und wird mit einem Fibrinnetz vorläufig verschlossen.
  • Granulationsphase – während der Granulationsphase entsteht neues Gewebe am Wundgrund, welches die Wunde nach und nach ausfüllt.
  • Epithelialisierung – es kommt zum Verschluss der Haut über dem Granulationsgewebe.

Bei jeder Wunde, die bis in tiefere Hautschichten reicht, kommt es zur Narbenbildung. Allerdings ist das Aussehen der Narbe abhängig von der Größe, sowie Verlauf der Wundheilung. Voraussetzungen für eine ungestörte Wundheilung ist unter anderem eine infektionsfreie Wunde und die Verminderung von mechanischer Belastung. Dazu gehört es, die Wunde durch Sport nicht zu früh zu belasten. Auch wenn unsere Fellnasen nach einer OP wieder toben können, muss hier auf die Schonung geachtet werden. Im schlimmsten Fall können durch zu frühe Belastung die Wundränder wieder auseinanderklaffen.

Können Komplikationen auftreten? Ja, es können Komplikationen auftreten. Bei Operationen kann es zu Nachblutungen und Wundinfektionen kommen. Wobei letztes auch bei normalen Verletzungen vorkommen kann. Bei einer Nachblutung muss unbedingt der behandelnde Tierarzt konsultiert werden. Wundinfektionen sind an ihrer Symptomatik zu erkennen:

  • Schmerz
  • Rötung
  • Überwärmung
  • Schwellung
  • Gegebenenfalls Wundsekretion mit spezifischem Geruch, Fieber und Schüttelfrost.

Ist es möglich mit alternativen Heilmethoden die Wundheilung zu unterstützen? Grundsätzlich ist es möglich beim Heilungsprozess schon mit der Homöopathie oder Phytotherapie zu unterstützen. Selbst wenn sich eine Wunde entzündet, hat man auch hier noch die Möglichkeit mit den entsprechenden Mitteln einzugreifen. Sollte der Heilungsprozess abgeschlossen sein und sich eine unschöne, harte Narbe gebildet haben, gibt es immer noch die Möglichkeit mit Blutegeln ran zu gehen.

Wie man sieht, sind selbst hier keine Grenzen gesetzt in der alternativen Heilmethodik. Fragt einfach bei eurem Tierheilpraktiker nach begleitenden Therapiemöglichkeiten nach.

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