In der Vergangenheit sind mir immer wieder Hunde begegnet, die einfach viel zu dick waren. Der kugelrunde Chihuahua, der tonnenrunde Dackel oder auch der Labi, welcher sich wie ein Packesel vor lauter Übergewicht bewegt. Traurigerweise muss ich immer wieder feststellen, dass einige Leute das nicht sehen wollen. Andere kommen jedoch glücklicherweise hilfesuchend, da sie etwas für die Gesundheit ihrer Fellnase tun wollen.

Wie jedoch kommt es zu Übergewicht? In erster Linie wird mehr Energie zugeführt als benötigt wird. Dabei spielen Rasse, Alter und Haltung eine wichtige Rolle. Zudem muss berücksichtigt werden, ob das Tierchen kastriert ist oder nicht. Denn eine Kastration kann ein Übergewicht begünstigen. Übergewicht kann aber auch durch Stoffwechselstörungen oder Medikamenten verursacht werden.

Welche Folgen kann Übergewicht haben? Wie man weiß geht Übergewicht nicht nur auf die Gelenke und die Atmung, es belastet den ganzen Körper. Welche Krankheiten können durch Übergewicht verursacht werden?
Diabetes mellitus: Beim Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse nicht mehr ausreichend Insulin. Die konventionelle Behandlung beschränkt sich auf mehrfach täglicher Gabe von Insulin – ein Hundeleben lang. Jedoch kann man Diabetes auch mit der richtigen Ernährung und Disziplin in den Griff bekommen.
Arthrose: Arthrose ist leider nicht heilbar. Behandelt wird die Krankheit mit Schmerzmedikamenten und Entzündungshemmern, welche auf Dauer die Darmflora schädigen. Alternativ kann man der Fellnase mit Maßnahmen wie Gewichtsreduktion und Physiotherapie helfen. Zudem kann man auf pflanzliche Mittel zurückgreifen, welche dieselben Wirkungen erzielen wie die Medikamente vom Tierarzt. Der Vorteil ist, dass die pflanzlichen Mittel die Darmflora nicht in dem Ausmaß belasten, wie die Medikamente.
Herzinsuffizienz: Auch eine Herzinsuffizienz kann als Folge von Übergewicht diagnostiziert werden. Normalerweise wird eine Herzinsuffizienz dauerhaft medikamentös behandelt. Alternativ ist hier ebenfalls eine Gewichtsreduktion in Kombination mit den entsprechenden Homöopathika zu empfehlen.
Tumore: Mittlerweile konnte wissenschaftlich bestätigt werden, dass es einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krebs gibt. Meine Kollegin Sigrun Schürken vom Hundezentrum Lucky Dogs in Oberhausen ist auf dem Gebiet Tumore und Krebs eine kompetente Tierheilpraktikerin und steht bei Fragen jederzeit zur Verfügung.

Wie erkenne ich, dass mein Hund zu dick ist? Den Ernährungszustand kann man leicht selbst prüfen:
Starkes Untergewicht: Rippen und Wirbel sind deutlich zu sehen. Zudem hat das Tier eine auffällige Taille.
Untergewicht: Rippen und Wirbel sind deutlich sichtbar und leicht zu ertasten. Die Taille ist klar erkennbar.
Idealgewicht: Rippen und Wirbel sind noch tastbar. Hinter den Rippen ist die Taille zu erkennen.
Übergewicht: Rippen und Wirbel verstecken sich unter einer Fettschicht. Fetteinlagerungen im Lendenbereich sind zu erkennen.
Adipositas: Rippen und Wirbel können nur noch schwer ertastet werden. Fetteinlagerungen im Körper sind stark vorhanden.

Sollte eine Fellnase nicht das Idealgewicht haben, biete ich an, in Zusammenarbeit mit Besitzer dem Tierchen entweder beim Zu- oder beim Abnehmen zu helfen. Ganz nach dem Motto gesund zu- oder abnehmen erstelle ich gerne mit den Besitzern einen Plan, um an das gewünschte Ziel zu kommen. In diesem Sinne „ran an den Speck!“ 😊

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